Airport.

15.30

Airport. Ein kleines Wort, dass einen ganzen Tag beschreiben kann – okay, bis jetzt bin ich erst seit 8 Stunden unterwegs, aber trotzdem. Reisen ist anstrengend. Flüghäfen erst recht. Ich sitze gerade, nach 2 Stunden Flug, am Flughafen in Stockholm. Er ist groß, hat einen sehr schönen Holzfußboden und ist viel leerer als der in Frankfurt. Bereits bewundern durfte ich die hießige Spezialität „Dumplings“. Na gut, das ist vielleicht nicht ganz regional, aber in der globalisierten Welt ist es ja egal, ob man jetzt in Stockholm oder Peking is(s)t – sieht ja sowieso überall gleich aus.

Neben mir stellen sich gerade alle an einer Schlange an, um ans Gate zu kommen. Wie immer versucht jeder, als Erster da zu sein. Verständlich, wir fliegen ja schon in einer Stunde, da muss man sich beeilen. Also werde ich mich jetzt dem Drang meiner Mitmenschen anschließen. Gott sei Dank gibt es nur eine Schlange, da kann man sich wenigstens nicht an der anstellen, die länger braucht.

 

20.27

Beziehungsweise 03.27, je nachdem, wie mans nimmt. Ich habe das Gefühl, dass ich schon viel zu lange wach bin, aber auf dem Flug von Stockholm nach Chicago konnte ich leider keinerlei Schlaf finden. Das lag vielleicht auch an dem, wie immer, genialen Bordentertainment – also diese Filmauswahl finde ich immer wieder faszinierend. Immerhin war das Essen lecker.

Und ich habe eine sehr interessante Bekanntschaft gemacht: den Schlagzeuger einer Blues Band (Toronzo Cannon, When will you tell him about me, Walk it off – ich kenne jetzt den Schlagzeugern und den Bass Gitarristen). Also, wenn jemand von euch in nächster Zeit in Chicago ist oder aber auf einem Festival in Tawas, Michigan, wendet euch an mich, ich kann euch sicher billiger reinbringen.

Nach 9 Stunden relativ ereignislosem Flug wird dann endlich die Landung angekündigt. In der Reihe vor dem Visakontrollschalter hört mein Herz gar nicht mehr auf, wie wild zu schlagen. Wie erwartet, passiert etwas ungewöhnliches, als ich sage, dass ich für ein Jahr dableiben möchte. Der Officer geht einfach weg. Ich erwarte schon halb, dass mich gleich ein Polizist mit gezückter Waffe abführt, aber stattdessen habe ich zwei Minuten später einen ordnungsmäßig abgestempelten Pass. Das Grinsen aus meinem Gesicht ist kaum wieder wegzubekommen.

Und jetzt sitze ich mal wieder an einem Gate. Und langweile mich. Der Oberhammer: Das WLan gibt es nur für eine halbe Stunde kostenlos. Und das in den USA, ich bin wirklich geschockt.

In eineinhalb Stunden geht’s dann weiter nach Flint und von dort aus dann nur noch mit dem Auto nach Mayville – ich habe also reele Chancen, um 7 Uhr deutscher Zeit im Bett zu liegen. Das wären dann ja nur 24 Stunden nach dem Aufstehen.

Bis dahin gilt: #BoredInTheUSA

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